Pressemeldung Nr. 127 vom

Mexikanische Betriebsräte besuchen Grüne:Weltweites Lohndumping von Conti stoppen

Die Arbeitnehmerpolitik des Continental Werkes in San Luis Potosí, Mexiko, irritiert die Grünen im Landtag. Drei Betriebsräte des Werkes erzählten während ihres heutigen Besuchs in der Fraktion von aktuellen Lohnkürzungen bis zu 20 Prozent und dem massiven Abbau von Arbeitnehmerrechten.

Die Arbeitnehmerpolitik des Continental Werkes in San Luis Potosí, Mexiko, irritiert die Grünen im Landtag. Drei Betriebsräte des Werkes erzählten während ihres heutigen Besuchs in der Fraktion von aktuellen Lohnkürzungen bis zu 20 Prozent und dem massiven Abbau von Arbeitnehmerrechten. Unter Androhung der Werksschließung setze Conti in Mexiko die Arbeiter unter Druck, immer wieder neue Arbeitsverträge zu unterschreiben, die trotz einer Inflationsrate in Höhe von 6 Prozent immer weniger Lohn und eingeschränkte Rechte vorsehen würden. "Wenn Conti auf diese Weise seine Mitarbeiterinnen behandelt, dann käme das einer Erpressung gleich", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher  Enno Hagenah in Hannover. Denn den Vertrag nicht zu unterschreiben, bedeute in einem Land mit fehlenden Sicherungssystemen in die Bettelei abzurutschen.

Ähnlich wie ihre französischen Kollegen reisten die Mexikaner für eine Woche nach Deutschland, um sich international Verbündtete zu suchen. Kühl seien die Betriebsräte allerdings von den Gewerkschaftsvertretern der IG BCE in Hannover empfangen worden. "Die Abschottung der Gewerkschaftsfunktionäre ist der völlig falsche Weg, hierzulande Arbeitsplätze zu erhalten", sagte Hagenah weiter. Lohndrückerei in anderen Ländern wie in Mexiko ermögliche doch erst den Abbau von Hochlohn-Jobs in Deutschland. "Diese globalen Zusammenhänge müssten doch auch der IB BCE klar sein."

Die Grüne fordern die Zivilgesellschaft hier, die Arbeitnehmer und die Gewerkschaften auf, die Mexikaner und die anderen ausländischen Standorte in einem breiten Bündnis zu unterstützen und sich zusammen gegen die weltweite Lohndumpingspirale der Continental AG zu stellen.

Zurück zum Pressearchiv