Pressemeldung Nr. 283 vom

Niedersachsen braucht mehr Studienanfänger:Wirtschaftsforscher bestätigen Kritik an Hochschulpolitik der Landesregierung

„Dass die Anzahl der Studienanfänger in Niedersachsen von 2003 bis 2005 dramatisch stärker als im Bundesdurchschnitt zurückgegangen ist, hat Wissenschaftsminister Stratmann zu verantworten“, so Gabriele Heinen-Kljajic.

Die Landtagsgrünen sehen in der heute (Donnerstag) vom Niedersächsischen Institut für Wirtschaftsforschung (NIW) vorgelegten Bestandsaufnahme zu Bildung und Qualifizierung in Niedersachsen eine Bestätigung ihrer Kritik an der Hochschulpolitik der Landesregierung.

"Dass die Anzahl der Studienanfänger in Niedersachsen von 2003 bis 2005 dramatisch stärker als im Bundesdurchschnitt zurückgegangen ist, hat Wissenschaftsminister Stratmann zu verantworten", sagte die hochschulpolitische Sprecherin Gabriele Heinen-Kljajic.

Die Landesregierung habe den Hochschulen in erheblichem Maße Landesgelder entzogen und damit zum Kapazitätsabbau beigetragen. Tausende Studienplätze seien durch die Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge verloren gegangen, weil sie mit einem höheren Betreuungsaufwand pro Studierendem verbunden seien, ohne dass das Land diesen Mehraufwand kompensiert habe.

Selbst in den laufenden Verhandlungen um den Hochschulpakt biete die Landesregierung keine vernünftigen Handlungsoptionen. "Der Ausbau von Studienplatzkapazitäten ist weder im Haushaltsentwurf für 2007 abgebildet, noch hat die Landesregierung bisher ein eigenes Konzept entwickelt, mit dem sie in die Verhandlungen um einen Verteilungsschlüssel des angestrebten Hochschulpakts gehen will", sagte die Grünen-Politikerin.

Hintergrund ist die Ankündigung von Bundesbildungsministerin Schavan, dass die Beteiligung des Bundes am Ausbau der Studienplätze an eine 50%ige Gegenfinanzierung aus den Ländern gekoppelt ist.

"Der Wissenschaftsminister wird in der kommenden Woche in der Regierungserklärung erläutern müssen, wie er die heute von den Wirtschaftsforschern dargestellten Versäumnisse korrigieren will", sagte Heinen-Kljajic.

Zurück zum Pressearchiv