Pressemeldung Nr. 292 vom

Wissenschaftsministerin im Organspendeskandal abgetaucht

Als „nicht hinnehmbar“ hat die gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ursula Helmhold das Verhalten von Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Wanka und ihrer Hochschulabteilung zum Organspendeskandal an den Universitätskliniken des Landes kritisiert.

Als "nicht hinnehmbar" hat die gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ursula Helmhold das Verhalten von Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Wanka und ihrer Hochschulabteilung zum Organspendeskandal an den Universitätskliniken des Landes kritisiert.

Obwohl durch die Vorgänge um die beiden Göttinger Ärzte die gesamte Organtransplantationsmedizin in Verruf komme, was sich bereits auf die Spendenbereitschaft auswirke, weigere sich das für die Rechts- und Fachaufsicht der Universitätsmedizin zuständige Ministerium, den Mitgliedern des Sozialausschusses eine zeitnahe laufende schriftliche Berichterstattung über die skandalösen Vorgänge zu liefern. Nach Aussage von Helmhold wolle das Wissenschaftsministerium den Ausschuss erst am 13. September unterrichten. "Damit ignoriert die Ministerin einen einhellig beschlossenen Auftrag des Sozialausschusses und brüskiert den Landtag", erklärte die Grünen-Politikerin heute (Freitag) in Hannover.

Die Ministerin sei abgetaucht und schicke ständig die Sozialministerin Özkan vor, die aber weder für die Uniklinik Göttingen noch für die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) zuständig sei. Eine Unterrichtung sei um so dringlicher als jetzt – bedingt durch die dort früheren Tätigkeiten der Beschuldigten -  auch die MHH, die sich bisher für nicht betroffen und frei von den Vorgängen bezeichnet hatte, ins Visier der Staatsanwälte gerate.

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