Knappe Mittel für Bahninvestition werden falsch eingeplant :Y-Trasse führt Güterverkehr in Niedersachsen in die Sackgasse
Die Landtagsgrünen haben den heute (Freitag) von CDU, FDP und SPD gemeinsam im Wirtschaftsausschuss vorgelegten Antrag für eine schnelle Realisierung der Y-Trasse als „fatale Vorfestlegung“ für die Bahninvestitionen der kommenden zehn Jahre in Niedersachsen kritisiert.
Die Landtagsgrünen haben den heute (Freitag) von CDU, FDP und SPD gemeinsam im Wirtschaftsausschuss vorgelegten Antrag für eine schnelle Realisierung der Y-Trasse als "fatale Vorfestlegung" für die Bahninvestitionen der kommenden zehn Jahre in Niedersachsen kritisiert. Damit seien Mittel verplant, die sinnvoller in den Ausbau der bestehenden Bahninfrastruktur investiert wären, sagte der verkehrspolitische Sprecher Enno Hagenah. Die Y-Trasse könne zu wenig Güterzüge aufnehmen, würde frühestens 2019 realisiert und sei kein Beitrag für die Lösung der Probleme mit dem Schienennetz in Niedersachsen. "Der vorrangige Bau der Y-Trasse führt Niedersachsen in die Güterverkehrssackgasse!"
Jetzt würden durch den direkt zur Abstimmung vorgesehenen Antrag im kommenden Plenum vollendete Tatsachen geschaffen, bevor überhaupt alle Fakten für Alternativen auf dem Tisch liegen, kritisierte der Grünen-Politiker. Noch nicht einmal die Vorlage der Ergebnisse eines von der Landesregierung beauftragten Gutachtens über die Güterverkehrsentwicklung werde abgewartet.
Hagenah: "Offenbar wollen die drei Fraktionen dieser großen Koalition der verkehrspolitischen Unvernunft mit ihrem Eilantrag die Kritiker in den eigenen Reihen zur Räson bringen."