Pressemeldung Nr. 56 vom

Öffentliche Anhörung zu allen relevanten Studien gefordert:Zu früh für Entwarnung bei gesundheitlichen Folgen durch das Atommülllager Asse

Gegen eine „vorschnelle Entwarnung“ hat sich der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel nach der Vorstellung der Ergebnisse des sogenannten Gesundheitsmonitorings bei ehemaligen Beschäftigten des Atommüllllagers in der Asse ausgesprochen.

Gegen eine "vorschnelle Entwarnung" hat sich der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel nach der heutigen (Dienstag) Vorstellung der Ergebnisse des sogenannten Gesundheitsmonitorings bei ehemaligen Beschäftigten des Atommüllllagers in der Asse ausgesprochen. Der Grünen-Politiker forderte, dass die Ergebnisse gemeinsam mit den Untersuchungen zu Verschiebungen im Verhältnis von Mädchen- und Jungen-Geburten und mit den Erkenntnissen zur Entwicklung von Leukämieerkrankungen der Öffentlichkeit vorgestellt und erläutert werden. "Im Rahmen einer solchen Veranstaltung sollte das ganze wissenschaftliche Spektrum zur Wirkung und zu den Folgen radioaktiver Niedrigstrahlung erörtert werden", sagte Wenzel.

Die wissenschaftlichen Stellungnahmen zu den gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Radioaktivität und die Zahl der dadurch bedingten bösartigen Erkrankungen und die Folgen für das Immunsystem des Menschen würden im Zusammenhang mit Niedrigstrahlung extrem auseinanderklaffen. "Wir wollen beide Extreme kennen und beide Positionen bewerten können", sagte der Grünen-Politiker.

Leider sei bis heute nicht mit Sicherheit festzustellen, ob die alte Asse-Betreibergesellschaft alle Personalakten zur Untersuchung bereitgestellt hat. Seinerzeit waren die Personalakten mit großer Verzögerung übersandt worden. Das Krebsregister des Landes hatte zudem bei einigen Krebsarten signifikant erhöhte Zahlen festgestellt. Zudem hatte eine Abteilung des Helmholtz-Zentrums im Umkreis von Atomanlagen Verschiebungen im Verhältnis von Mädchen- und Jungen-Geburten festgestellt.

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