Pressemeldung Nr. 179 vom

Vorletzter Platz für Niedersachsen im Bundesvergleich:Zu wenig Kinder mit Migrationshintergrund in Kitas

Nur 65 Prozent dieser Kinder seien in den Einrichtungen angemeldet; im Gegensatz dazu besuchen 97 Prozent der deutschen Kinder eine Kita, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte. Dies ergibt sich aus der Antwort auf die große Anfrage der Fraktion zur frühkindlichen Bildung.

Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung ein "unzureichendes Engagement" für die Erhöhung des Anteils von Kindern mit Migrationshintergrund beim Besuch von Kindertagesstätten bescheinigt. Nur 65 Prozent dieser Kinder seien in den Einrichtungen angemeldet; im Gegensatz dazu besuchen 97 Prozent der deutschen Kinder eine Kita, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte am Donnerstag (heute) in Hannover. Dies ergibt sich aus der Antwort auf die große Anfrage der Fraktion zur frühkindlichen Bildung.

"Das Ergebnis weist auf ein Problem hin", sagte die Grünen-Politikerin. "Niedersachsen belegt damit den vorletzten Platz im Bundesvergleich, genauso wie bei den Krippenkindern." (Die Zahlen für die Krippe: 5,2 Prozent der Kinder mit Migrationshintergrund; bei den deutschen Kindern 11,3 Prozent).

Staudte forderte eine "wirkliche Offensive" des Landes für mehr Erzieher und Erzieherinnen mit Migrationshintergrund. Gegenwärtig haben nur 4 Prozent der angehenden Erzieherinnen selbst Migrationserfahrungen. "Nur wenn in Kitas mehr BetreuerInnen mit Erfahrungen aus anderen Kulturen arbeiten, werden Eltern ihre Kinder auch verstärkt in Kitas anmelden. Workshops zum Thema interkulturelle Kompetenz sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein."

Zurück zum Pressearchiv