GRÜNE gegen Experimentierklausel im Raumordnungsprogramm:Zweifel an Ausnahme FOC Bispingen – Staatssekretär Ripke lässt die Heide wackeln
„Mit dem Snow-Dome, dem Center-Park und jetzt dem FOC will Ripke in seiner Heimat die Heide wackeln lassen. Die negativen Auswirkungen für andere Regionen und Innenstädte interessieren ihn dabei offenbar nicht“, kritisiert Enno Hagenah.
Auf scharfe Kritik bei den Landtagsgrünen stoßen die Pläne der Landesregierung im neuen Raumordnungsentwurf ein Factory-Outlet-Center (FOC) in der Heide zuzulassen. Es sei äußerst zweifelhaft, ob das FOC Bispingen eine Ausnahme bleibe, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher Enno Hagenah am Mittwoch (heute) in Hannover. "Sobald der rechtliche Rahmen erst einmal geschaffen ist, wird es weitere Begehrlichkeiten geben". Das zeige sich auch an den aktuellen Bewerbungen von Soltau und Helmstedt als mögliche Standorte für FOC.
Die angekündigte dreijährige Begleitforschung zu den Auswirkungen auf den Einzelhandel der umliegenden Orte bezeichnete der Grünen-Politiker als "überflüssig". Es gebe bereits genügend Beispiele in der Praxis, die die befürchteten negativen Auswirkungen der FOC auf die Innenstädte und Ortskerne belegten.
Problematisch ist nach Hagenahs Ansicht auch, dass der für die Raumordnung zuständige Staatssekretär Ripke offensichtlich ein starkes lokales Interesse habe. "Mit dem Snow-Dome, dem Center-Park und jetzt dem FOC will Ripke in seiner Heimat die Heide wackeln lassen. Die negativen Auswirkungen für andere Regionen und Innenstädte interessieren ihn dabei offenbar nicht."