Pippa Schneider: Rede zum Zukunftsplan für Niedersachsen
TOP 22b Fragestunde (SPD): Zukunftsplan für Niedersachsen! Die Vorschläge des Innovationsrats
- Es gilt das gesprochene Wort -
An den Fragen habe ich gemerkt: Die Diskussionen um den Zukunftsplan, darüber, wie es mit dem Wissenschaftsstandort weiter geht, sind eng verknüpft mit dem Ergebnis der Exzellenz-Initiative für die Niedersächsischen Universitäten.
Ich war letzte Woche Freitag an der Universität Oldenburg zum Public Viewing der Pressekonferenz zur Exzellenz-Entscheidung. Mit großer Leinwand, super vielen Kameras zur direkten Übertragung. Das gibt’s ja sonst nur beim Fußball, dass Erwachsene Menschen gebannt zusammen auf eine Leinwand starren.
Und natürlich wurde sich viel erhofft und die Enttäuschung war groß. Manchmal gewinnt man, manchmal soll es nicht sein.
An dieser Stelle einmal vielen Dank an alle Menschen, die hier so viel Herzblut und Energie reingesteckt haben. Die viele Abendstunden, Wochenenden mit dem Thema Exzellenz verbracht haben.
Und es fühlt sich vielleicht gerade nicht so an, aber ich glaube da ist etwas Großes entstanden! In Oldenburg hat man das auf jeden Fall gespürt – zu Besuch beim Public Viewing waren die Wissenschaftler*innen aus Bremen und aus Groningen.
Diese Zusammenarbeit über Landesgrenzen, über nationale Grenzen hinweg – hier ist nicht nur eine Partnerschaft entstanden, sondern eine Freundschaft. Und das, was hier entstanden ist mit der Northwest Alliance, das ist dort dauerhaft entstanden und gewachsen in den letzten Monaten und Jahren. Und das kann auch niemand mehr wegnehmen.
Ich will dazu einmal die Worte des Oldenburger Präsidenten wiedergeben: Natürlich sind wir enttäuscht. Jetzt geht es darum, die Enttäuschung abzuschütteln, sich wieder aufzurichten und weiter zu machen.
Das gehen wir mit dem niedersächsischen Innovationsrat an. Der Innovationsrat besteht aus elf Mitgliedern, aus Größen aus Wissenschaft und Innovation, international besetzt.
Hier werden Vorschläge und Ideen entwickelt für Innovation für Niedersachsen und wie wir politisch die Rahmenbedingungen dafür schaffen können.
Dieser Innovationsrat muss sich auch mit wichtigen Fragen beschäftigen - wie zum Beispiel, wie wir Geistes- und Sozialwissenschaft mitdenken und gut einbinden können.
Und: Gute Innovationen brauchen auch sichere Arbeitsbedingungen für die Menschen, die diese Innovationen finden und entwickeln sollen. Die dafür mentale Kapazitäten brauchen und den Raum, Dinge auszuprobieren, manchmal auch mit wissenschaftlichen Themen zu scheitern und dann weiterzumachen und doch eine neue Erkenntnis zu finden.
An all diesen Themen arbeiten wir mit dem Innovationsrat zusammen. Hier wurde der Zukunftsplan entwickelt und letzte Woche vorgestellt. Jetzt geht es an die Umsetzung!