Pressemeldung Nr. 168 vom

Reform des Waffenrechts enttäuschend - waffenfreie Schule gefordert :GRÜNE fragen nach Schießständen in niedersächsischen Schulen

Nach alarmierenden Meldungen über Schießstände und Lagerräume von Schützenvereinen in nordrhein-westfälischen Schulkellern, fordern die Landtagsgrünen Aufklärung über möglicherweise vergleichbare Zustände in Niedersachsen.

Nach alarmierenden Meldungen über Schießstände und Lagerräume von Schützenvereinen in nordrhein-westfälischen Schulkellern, fordern die Landtagsgrünen Aufklärung über möglicherweise vergleichbare Zustände in Niedersachsen. Mit einer Plenarinitiative will der innenpolitische Sprecher Ralf Briese geklärt wissen, ob es auch hierzulande Waffenbestände und Schießübungen an Schulen gibt. "Wir wollen, dass die Schule eine komplett waffenfreie Zone wird", sagte der Grünen-Politiker am Freitag (heute) in Hannover. Absurden Forderungen zum Beispiel nach Einführung des Schießens als Schulsport müsse eine klare Absage erteilt werden.

Briese erinnerte daran, dass Niedersachsen eines der Bundesländer mit hohem Waffenbestand sei. Sowohl die Schützenvereine als auch die Jägerschaft seien hier stark vertreten. Insofern würden die Grünen die Pläne der Bundesregierung zur Reform des Waffenrechts als "Enttäuschung" werten. Die Maßnahmen seien größtenteils "billige Symbolpolitik" und nicht geeignet, den hohen legalen Waffenbestand in Deutschland einzudämmen. Die Gefahr von Amokläufen werde mit der Reform nicht ansatzweise reduziert. 

Briese: "Eine echte Reform muss das hohe Ziel haben, die Zahl der legalen Waffen deutlich zu reduzieren. Wir fordern ein Verbot von jeglichen Handfeuerwaffen und die getrennte Lagerung von Munition und Waffen. Schulen dürfen nicht als Ersatzlagerstätten für Waffen missbraucht werden. Schießeisen haben dort nichts zu suchen."

Mit einem entsprechenden Entschließungsantrag plant der Grünen-Politiker, das Thema in der nächsten Landtagssitzung auf die Tagesordnung zu setzen.

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