„Demokratiebildung in Niedersachsen muss ausgebaut und gestärkt werden, das ist wichtiger denn je.“
„Lehrerinnen und Lehrer brauchen absehbar und dauerhaft Entlastung.“
„SPD und CDU habe vorige Woche erschreckend klar gezeigt, dass sie keine Verantwortung für die berufliche Belastung ihrer Landesbeamt*innen übernehmen.“
„Kultusminister Tonne muss die Alarmzeichen endlich ernst nehmen.“
„400 zusätzliche Lehrkräfte für Niedersachsens Schulen sind leider kein Grund zum Jubeln.“
Und wieder setzt der Kultusminister auf ein öffentlichkeitswirksames Modellprojekt, anstatt für alle Schulen das Problem der „Lesekompetenz“ anzupacken. Anstatt unsere Schulen nachhaltig voranzubringen, klebt er mit jedem Modellprojekt lediglich kleine Pflaster auf die wunden Stellen unseres Bildungssystems.
An der Misere der Schulen ändert auch die minimal um 0,2 Prozent verbesserte Unterrichtsversorgung nichts. Mit Rechentricks werden die Zahlen geschönt, anstelle der Realität ins Auge zu sehen. Angesichts der schulischen Herausforderungen durch fehlende Lehrkräfte, Unterrichtsausfall und Überlastung ist es ein Hohn von einer „soliden Unterrichtsversorgung“ zu sprechen.
Statt eines Modellprojektes sollten landesweit grundlegende Verbesserungen eingeleitet werden. Hierzu zählt ein Sozialindex bei der Verteilung der Ressourcen ebenso wie die bessere Besoldung der Grund-, Haupt-, Real- und Oberschullehrkräfte.
Es ist ein Unding, dass die Landesregierung in dieser wichtigen Frage dermaßen im Ungefähren bleibt. Man kann es drehen und wenden, wie man will: für die Einführung des Azubi-Tickets wird eine Anschubfinanzierung nötig sein.
Die Konsequenz aus der PISA-Studie kann nicht aus Modellprojekten bestehen: Es braucht strukturelle Verbesserungen an unseren Schulen – das machen die Ergebnisse deutlich. Insbesondere die Schulen der Sekundarstufe 1 brauchen mehr Personal – die Unterrichtsversorgung und die Ausstattung der Schulen ist vielfach verheerend