„Die Intervention des CDU-Abgeordneten ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten: Jahrelang Gesamtschulen schlecht reden und verhindern und im Einzelfall, wenn es passt, den Schulen Ausnahmen aufdrängen wollen“, so Ina Korter.
„Wenn die Kinder künftig schon nach einem Jahr wieder vom Gymnasium auf eine Realschule verwiesen werden können, wird der Auslesedruck massiv verschärft. Das wäre genau der falsche Weg’“, so Ina Korter.
„Kanzlerin Merkel und Bundesbildungsministerin Schavan reden sonntags gerne von der Bildungsrepublik. Montags bis freitags entziehen sie mit ihrer Steuerpolitik Ländern und Kommunen die finanzielle Grundlage dafür.
Als „vollkommen unzureichend“ hat die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter die Pläne der Landesregierung für die weitere Zusammenarbeit von Haupt- und Realschule bezeichnet.
In der Intervention des CDU-Fraktionsvize Karl-Heinz Klare zum Aufnahmeverfahren an der IGS Roderbruch in Hannover sehen die Landtagsgrünen den Versuch der Einflussnahme oder politische Scheinheiligkeit.
Die von Ministerpräsident Wulff beim Philologentag in Goslar losgetretene Diskussion über die Verbindlichkeit des freien Elternwillens bei der Schulwahl nach der Grundschule hat nach Meinung der Landtagsgrünen keine fachlich fundierte Grundlage.
Die Landtagsgrünen haben den Vorstoß der FDP zur Abschaffung des Elternwillens bei der Auswahl der Schulform als „völlig ungeeigneten Versuch zum Erhalt der Hauptschu-len“ kritisiert.
Die Landtagsgrünen haben zum Auftakt der Landtagssitzung an Abgeordnete und BesucherInnen Äpfel verteilt. Damit protestierten die 12 Oppositions-Abgeordneten gegen die Weigerung der Regierung, sich am EU-Schulobstprogramm zu beteiligen oder ein eigenes Landesprogramm aufzulegen.
„Außer der Grundschule erreicht keine Schulform 100 Prozent“, so Ina Korter. An den Hauptschulen, Realschulen und Förderschulen sei die Unterrichtsversorgung sogar noch schlechter als vor einem Jahr.
„Erfolgreiche Sozialarbeit an Schulen braucht Kontinuität. Deshalb muss frühzeitig klar sein, wie es weitergeht“, so Ina Korter. Das Hauptschulprofilierungsprogramm läuft Ende 2010 aus und soll auf Beschluss von CDU und FDP zunächst nur um ein Jahr verlängert werden.