„Jahrelang hat der Minister behauptet, die Klassengröße sei für den Lernerfolg unerheblich. Seine Kehrtwende sieben Wochen vor der Wahl ist kaum glaubwürdig“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter.
In keinem anderen OECD-Land würden die Bildungschancen stärker von der sozialen Herkunft abhängen als in Deutschland, so Ina Korter. Verantwortlich dafür sei vor allem die frühe Aufteilung der Kinder auf verschiedene Schulformen.
„Durch eine Abschaffung der Schullaufbahnempfehlungen werden die Grundschulen vom Auslesedruck befreit,“ so Ina Korter. „Sie könnten sich dann wieder mehr darauf konzentrieren, die einzelnen Kinder zu fördern.“
Nur noch 13,2% des aktuellen 5. Schuljahres besuchen die Hauptschule. Die Bemühungen zur Stärkung der Hauptschulen seien gescheitert: „Seit Wulff und Busemann die Hauptschule stärken, geht keiner mehr hin“, so Ina Korter.
„Wenn es diese Landesregierung wirklich ernst meint mit ihren Ankündigungen, dann muss das Neugründungsverbot sofort fallen“, so Ina Korter.
„Mit dieser Rückkehr zu überholten Strukturen in der Ausbildung werden die Lehramtsstudenten in eine berufliche Sackgasse geschickt“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter.
„Es reicht nicht, ausschließlich auf das bewährte System der dualen Ausbildung hinzuweisen und dabei tatenlos zuzusehen, dass viele Jugendliche schlicht keine Lehrstelle finden“, so Ina Korter. Schließlich würden nur noch rund ein Fünftel der Betriebe überhaupt noch ausbilden.
„Nach den unklaren Ankündigungen von Ministerpräsident Wulff müssen jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden“, so Ina Korter.Die Gesamtschulen hätten in diesem Jahr aus Platzmangel mehr als 2 800 Kinder abweisen müssen.
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ursula Helmhold sieht die „erschütternden Ergebnisse der OECD-Studie“ auf besondere Weise in Niedersachsen abgebildet. „Zu viele Schulabbrecher und zu wenig Hochschulabsolventen – das ist die traurige Bilanz Wulffscher Bildungspolitik“.
„Der Ministerpräsident hat das Scheitern seiner Schulpolitik in zentralen Punkten eingestanden“, kommentierte die stellvertretende Vorsitzende der Landtagsgrünen Ina Korter die jüngsten Äußerungen von Christian Wulff.