Nach der Unterrichtung im Wissenschaftsausschuss des Landtages sehen sich die Grünen in ihren schlimmsten Befürchtungen zur Entwicklung der Lage an den Hochschulen bestätigt. Noch nicht einmal die Bedarfe an Studienplätzen und zusätzlichen Lehr- und Raumkapazitäten seien bislang ermittelt worden.
Die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler an Realschulen und Gymnasien, die diese Schulform ohne eine entsprechende Empfehlung besuchen, nach Klasse 6 abzuschulen, schränkt nach Meinung der Landtagsgrünen den freien Elternwillen durch die Hintertür ein.
Die Landtagsgrünen unterstützen die Forderung nach Einführung des islamischen Religionsunterrichts in deutscher Sprache. Dies sei ein „wichtiger Zwischenschritt zu mehr Integration“, sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter.
Die Landtagsgrünen sehen die Gefahr, dass Integrationsklassen an niedersächsischen Ganztagsschulen zum Auslaufmodell werden.
Die Landtagsgrünen sehen sich nach aktuellen Presseberichten in ihrer Kritik an der IdeenExpo bestätigt. Die 2007 erstmals stattgefundene Technikschau sei von der Wulff-Regierung maßgeblich als „Schaufenster zur Pflege des eigenen Renommees“ geplant worden.
Die Probleme mit der verkürzten Schulzeit bis zum Abitur können nicht bewältigt werden, indem man einfach ein paar Schulstunden streicht. Notwendig ist ein pädagogischer Umbau der Gymnasien.
Auf die großen Herausforderungen der Zukunft mit dem Klimawandel, der Globalisierung und der demografischen Entwicklung antwortet das Kabinett Wulff mit einer Erledigungsliste für die Versäumnisse der letzten fünf Jahre
„Bei bis zu 38 Wochenstunden plus Hausaufgaben sind die Schülerinnen und Schüler überlastet und haben kaum noch Zeit für außerschulische Aktivitäten“, so Ina Korter.
„Bildungsgutscheine und Betreuungsgeld helfen nicht weiter, wenn Betreuungsplätze für die Kleinsten fehlen“, so Stefan Wenzel. Jenseits einiger engagierter Kommunen sei Niedersachsen eine „Kinderkrippen-Diaspora“.
Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel hat die geplante Aufgabe von Integrationsklassen an niedersächsischen Schulen als „fatales Signal“ bezeichnet. Für die betroffenen Kinder wäre dies eine „böse Erfahrung“.