Ohne vernünftigen Grund sei die Aufhebung des Neugründungsverbots von Gesamtschulen nach einer entsprechenden Ankündigung des Ministerpräsidenten monatelang verschleppt worden, so Ina Korter.„Es hätte nur ein einziger Satz aus dem Schulgesetz gestrichen werden müssen."
„Im Dezember 2007 hat der damalige Kultusminister zugesagt, bis zum Sommer 2008 dem Landtag einen Bericht vorzulegen. Diese Zusage wurde bis heute nicht eingelöst“, kritisierte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter.
"Ich finde es beeindruckend, wie sich landesweit sehr viele Schülerinnen und Schüler für eine bessere Bildungspolitik und mehr Chancengleichheit einsetzen", so Ina Korter.
Die Landtagsgrünen haben einen Änderungsvorschlag zu einem Gesetzentwurf von CDU und FDP vorgelegt, der Jugendlichen mit besonderen Schwierigkeiten auf dem Ausbildungsmarkt „passgenaue Angebote und damit bessere Berufsbildungschancen“ bieten soll.
„Erneut sind erhebliche rechtliche Bedenken gegen die von CDU und FDP geplanten Hürden bei der Neugründung von Gesamtschulen geltend gemacht worden“, sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter.
„Die Hauptschüler haben immer geringere Chancen, eine Ausbildungsstelle zu finden. Es ist unverantwortlich, die Schülerinnen und Schüler weiter in diese Bildungssackgasse zu schicken“, so Ina Korter.
Den betroffenen Schülerinnen und Schülern bietet Kultusministerin Heister-Neumann so gut wie keine Entlastung. „Offenbar hat die Ministerin noch immer nicht begriffen, was in den Gymnasien los ist“, so Ina Korter.
„Das Schuljahr geht bald zu Ende, aber die Landesregierung lässt die Schülerinnen und Schüler mit dem Wahnsinnsdruck weiter allein“, so Ina Korter. Vor der zweiten Sitzung des Runden Tisches präsentierte Korter eine Liste mit Sofortmaßnahmen um die Situation zu entschärfen.
Korter forderte Kultusministerin Heister-Neumann auf, sicherzustellen, dass die Fehler in den Aufgaben bei der Bewertung der Abiturarbeiten berücksichtigt werden. Erste Korrekturen hätten gezeigt, dass in Chemie viele Arbeiten schlechter ausgefallen seien als die Vornoten der Schülerinnen.
„Jetzt wird es noch schwerer, rechtzeitig zum kommenden Schuljahr auch in den Mangelfächern die nötigen Lehrkräfte zu finden“, so Ina Korter. Die Schulen seien bei der Planung ihres Lehrkräftebedarfs um sieben Wochen im Verzug.