Den betroffenen Schülerinnen und Schülern bietet Kultusministerin Heister-Neumann so gut wie keine Entlastung. „Offenbar hat die Ministerin noch immer nicht begriffen, was in den Gymnasien los ist“, so Ina Korter.
„Das Schuljahr geht bald zu Ende, aber die Landesregierung lässt die Schülerinnen und Schüler mit dem Wahnsinnsdruck weiter allein“, so Ina Korter. Vor der zweiten Sitzung des Runden Tisches präsentierte Korter eine Liste mit Sofortmaßnahmen um die Situation zu entschärfen.
Korter forderte Kultusministerin Heister-Neumann auf, sicherzustellen, dass die Fehler in den Aufgaben bei der Bewertung der Abiturarbeiten berücksichtigt werden. Erste Korrekturen hätten gezeigt, dass in Chemie viele Arbeiten schlechter ausgefallen seien als die Vornoten der Schülerinnen.
„Jetzt wird es noch schwerer, rechtzeitig zum kommenden Schuljahr auch in den Mangelfächern die nötigen Lehrkräfte zu finden“, so Ina Korter. Die Schulen seien bei der Planung ihres Lehrkräftebedarfs um sieben Wochen im Verzug.
Die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage von Ina Korter hat jetzt ergeben, dass rund 280 Lehrerinnen und Lehrer, deren befristete Arbeitsverträge vor den letzten Sommerferien ausgelaufen waren, unmittelbar danach wieder eingestellt wurden; 59 davon sogar an der gleichen Schule.
„Mit diesem Gesetzentwurf sollen vor allem im ländlichen Raum neue Gesamtschulen unmöglich gemacht werden. Der Elternwille wird damit weiterhin missachtet“, so Ina Korter.
„Die Kabinettsmitglieder von CDU und FDP haben mit ihrem Beschluss zur Lehrermehrarbeit ihre Vertrauensbasis bei den Lehrern zerstört. Das verspielte Vertrauen kann nur zurück gewonnen werden, wenn die Verordnung unverzüglich zurückgezogen wird“, so Ina Korter.
„Wenn all das Gerede über den Vertrauensschutz für die Lehrkräfte ernst gemeint ist, dann muss der Kabinettsbeschluss von vergangener Woche zurückgezogen werden“, so Ina Korter.
Die Grünen fordern eine verbindliche Zusage, die den Lehrkräften freistellt, ob sie ab diesem Jahr weniger Wochenstunden erteilen oder das Arbeitszeitkonto in einem Block ausgleichen. „Eine schwammige Kann-Regelung, die nur auf Antrag Ausnahmen ermöglicht, reicht nicht aus“, so Ina Korter.
„Es muss jetzt unverzüglich gehandelt werden, um die Schülerinnen und Schüler an den Gymnasien zu entlasten“, fordert Ina Korter. Die Grünen hätten dazu einen Antrag vorgelegt, der am kommenden Donnerstag im Landtag beraten werde.