Als enttäuschende Showveranstaltung hat sich nach Ansicht der Landtagsgrünen der Bildungsgipfel der Kanzlerin erwiesen.
Anlässlich des morgigen Bildungsgipfels bei der Bundeskanzlerin fordern die Grünen Ministerpräsident Wulff auf, seine Blockadehaltung gegen eine konzertierte Aktion des Bundes und der Länder aufzugeben.
Die Schullaufbahnempfehlung nach der vierten Klasse ist nach Meinung der Grünen fragwürdig. Die überwiegende Mehrheit der Schülerinnen und Schüler, die ohne eine entsprechende Empfehlung das Gymnasium oder die Realschule besuchen, sei dort durchaus erfolgreich, so Ina Korter.
Die Aussage von Kultusministerin Heister-Neumann, die Eltern würden sich gegen die Gesamtschulen entscheiden, sei „unlauter“, so Ina Korter. „Die Landesregierung hat selbst dafür gesorgt, dass es in der Hälfte der niedersächsischen Landkreise kein Gesamtschulangebot gibt.“
„Es muss mehr Geld in das Bildungssystem investiert werden. Angesichts wachsender Vermögen ist es nur gerecht, wenn deren Erben stärker als bisher dazu beitragen“, so Hans-Jürgen Klein.
„Die zurückgehenden Schülerzahlen müssen jetzt dringend genutzt werden, um Arbeitsbedingungen in den Schulen zu schaffen, die eine individuelle Förderung der Kinder ermöglichen“, so Ina Korter.
Insgesamt sechs Initiativen und Projekte können sich über einen Aktionszuschuss der Grünen Hilfe freuen.
Die Landtagsgrünen haben kritisiert, dass die Mittel für den im letzten Jahr auf Drängen der Opposition eingerichteten Sozialfonds an Schulen im Haushalt 2009 nicht vorgesehen sind.
Um dem akuten Lehrerbedarf in Mangelfächern zu begegnen haben die Landtagsgrünen 500 zusätzliche Plätze an Studienseminaren und eine Qualitätsoffensive für Quereinsteiger gefordert.
20 Millionen Euro müsse die Kultusministerin ausweislich des - von den Regierungskoalitionen vorgelegten - Nachtragshaushalts aus ihrem Budget an den Finanzminister abliefern, so Ina Korter.