
„Wir halten an unserer Forderung nach einem Krisenstab unter der Leitung des Landes Niedersachsen fest. Es liegt auf der Hand, dass bei der Bekämpfung dieses Katastrophenfalls die Landesregierung die Verantwortung übernehmen muss.“

„Die Bundeswehr und die Landesregierung haben die Dimension der seit Anfang September schwelenden Moorbrände massiv unterschätzt.“
„Ich habe heute Strafanzeige gegen die Verantwortlichen bei der Bundeswehr wegen Fahrlässiger Brandstiftung in einem Moor erstattet. Jeder andere, der im Moor bei einer solchen Gefahrenlage aufgrund extremer Trockenheit im Moor zündelt oder auch nur eine Zigarettenkippe wegwirft, müsste sich strafrechtlich verantworten.“
Dass die Bundeswehr nach diesem Hitzesommer in ausgetrockneten Mooren Schießübungen mit Luft-Boden-Raketen durchführt, ist absolut unverantwortlich. Während die Bevölkerung zurecht aufgerufen wird, in Wäldern und Mooren kein Feuer zu machen oder Zigaretten achtlos wegzuwerfen, löst die Bundeswehr mit Waffentests großflächige Moorbrände aus.
Agrarministerin Otte-Kinast hat offensichtlich ihr eigenes Haus nicht im Griff. Auf grüne Nachfrage musste Otte-Kinast zugeben, dass sie vorab nicht informiert war und die Verlängerung der Jagdpachtverträge im Wattenmeer nicht gestoppt hat.
Unter Rot-Grün hatten Umwelt- und Landwirtschaftsministerium vereinbart, die bestehenden Jagdpachtverträge im Nationalpark nicht zu verlängern. Der Alleingang der neuen Spitze des Agrarministeriums gegen die Naturschutzziele im Welterbe Wattenmeer ist skandalös.
Die geplante, neunte Elbvertiefung ist Baggern ohne Sinn und Verstand. Die Prognosen für die Hafenentwicklung sind schöngerechnet, um die Vertiefung durchzusetzen. Hamburg liegt nun mal nicht am Meer und die Elbe kann im Wettrüsten der Container-Riesen auf Dauer nicht mithalten.
„Die Aussage der Agrarministerin vor wenigen Tagen, die Bauern bräuchten Regen statt Geld, war strategisch äußerst unklug. Niedersachsen hat Schäden in Höhe von 980 Millionen an den Bund gemeldet."

Während Minister Lies mehr Flower Power bei Bienenweiden fordert, schreddert Agrarministerin Otte-Kinast die von Steuergeldern geförderten Überlebensräume für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge. Diese Flächen jetzt abzumähen ist umweltpolitisch absolut verantwortungslos.
Otte-Kinast verharmlost das Problem, um von den negativen Einflüssen der konventionellen Landwirtschaft abzulenken: Der Einsatz von Pestiziden und monotone Agrarlandschaften ohne vielfältige Blühpflanzen schwächen das Immunsystem der Bienen, sodass die Varroa-Milbe leichtes Spiel hat.