
Sollte die Videoüberwachung tatsächlich kommen, fallen täglich tausende Stunden Videomaterial an – doch die Ministerin stellt keinen einzigen Euro für zusätzliches Personal zur Verfügung, das sich diese Aufzeichnungen auch ansehen kann. In der Konsequenz heißt das, dass andere Kontrollaufgaben liegen bleiben werden.
„Der breite, gesellschaftliche Druck für eine Agrarwende zeigt Wirkung. Die Neupositionierung der Bundes-SPD zur nachhaltigen Verteilung der EU-Agrargelder ist richtig, aber überfällig.“

„Der Todesfall des Wanderarbeiters in Westeremstek ist eine Tragödie, die sich nicht wiederholen darf. Am Umstand, dass osteuropäische Wanderarbeiter mit schlechteren gesundheitlichen Voraussetzungen bei uns ankommen, können wir nichts ändern.“
„Gesunde und schmackhafte Ernährung im Kindesalter bildet den Grundstock für eine bewusste und wertschätzende Haltung zu Lebensmitteln für das ganze Leben. Deswegen muss das niedersächsische Schulobstprogramm finanziell weiter gestärkt und die auf Kindertagesstätten ausgeweitet werden.“
„Es wird deutlich: Dieser Umweltminister ist offenbar mit dem Thema Wolf komplett überfordert. Nach dem Bundesnaturschutzrecht unterliegt der Wolf einer ganzjährigen Schonzeit, daher ist die Abgabe der Zuständigkeit ans Landwirtschaftsministerium reine Placebo-Politik.“

„Agrarministerin Otte-Kinast muss sich aktiv in die Ursachenaufklärung einschalten, statt immer nur auf NRW zu verweisen und die nächsten schlechten Nachrichten abzuwarten.“
„Die neusten Aufnahmen des Tierschutzbüros belegen: Videoüberwachung, die durch die Schlachthöfe selbst durchgeführt wird, bringt nichts.“
Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hat anlässlich der Tierschutzverstöße in Schlachthöfen eine Videoüberwachung durch die Betriebe selbst gefordert.
Der erneut bekannt gewordene schlimme Fall von Tierschutzverstößen zeigt, dass wir es nicht mit Einzelfällen zu tun haben, sondern das System der staatlichen Kontrollen nicht funktioniert. Er zeigt auch, dass wir alle, auch als Verbraucherinnen und Verbraucher in der Pflicht sind: Wir brauchen eine Abkehr vom Prinzip ‚Billigfleisch‘.
Antibiotikaresistenzen sind eine wachsende Gefahr. Die größte Ansteckungsgefahr besteht in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen. Aber auch unsere Gewässer werden durch Antibiotika-Reste im Abwasser und Rückstände aus der Tierhaltung belastet.