„Niedersachsen ist im Länderranking des Bildungsmonitors 2010 gegenüber 2009 von Bremen überholt worden und vom 5. auf den 6. Platz abgerutscht. Es ist Althusmanns Geheimnis, wie er Niedersachsen da auf dem ”šWeg in die Spitzengruppe der Länder’ sehen kann“, so Ina Korter.
In einigen Schulen sind 20 Prozent der Schüler, die 2011 das Abitur ablegen sollen, ein Schuljahr zurück- oder ganz von der Schule abgegangen, so Ina Korter. „Es drängt sich der Eindruck auf, dass die hohe Belastung im Turbo-Abitur dazu führt.“
Zum Schuljahresbeginn haben die Landtagsgrünen ihre Filmreihe im Internet mit einem Beitrag zum Thema Bildung aktualisiert. In dem Streifen versammelt sich die „grüne Rasselbande“ der 12 Abgeordneten auf einem „retrospektiven Klassenfoto“ zum Protest gegen die Schulpolitik der Landesregierung.
Einen „Fehlstart in sein erstes Schuljahr“ haben die Landtagsgrünen dem neuen Kultusminister Bernd Althusmann bescheinigt. „Wer gerade im Jahr des Doppelabiturs bis zu 1000 Stellen unbesetzt lassen will, sorgt für Unterrichtschaos", ...
Die Grünen im Landtag fordern endlich Rechtssicherheit für Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Schulbetrieb Medikamente an chronisch kranke Schülerinnen und Schüler abgeben, damit diese Kinder am Schulleben teilnehmen können.
Mit Enttäuschung haben die Landtagsgrünen auf den Ausgang des Hamburger Volksentscheids reagiert. „Dies ist eine klare Niederlage für die Hamburger Schulreform. Sie hat offensichtlich die Köpfe und Herzen der am meisten Betroffenen, der Eltern aus bildungsfernen Schichten, nicht erreichen können."
Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, die Entscheidung über eine neue, zukunftsorientierte Ausrichtung der Schulstruktur in Niedersachsen nicht weiter zu verzögern und dogmatische Barrieren endlich abzubauen.
„Die Konsequenz aus unerfreulichen Berichten darf nicht sein, künftig nicht mehr so genau hinzusehen. Die Schulen dürfen nicht in den alten Trott zurückfallen“, so Ina Korter.
„Die Bildungschancen von Kindern aus Einwandererfamilien müssen verbessert werden. Die Landesregierung ist Meisterin im Aussortieren und schreibt durch die Trennung nach Klasse 4 den Bildungsweg vorzeitig fest. Das ist besonders für die Kinder von MigrantInnen eine zu hohe Hürde", so Filiz Polat.
„Wer bei der Errichtung von Gesamtschulen weiter derart hohe Hürden verlangt, benachteiligt den ländlichen Raum, vor allem aber verhindert er eine Einigung mit den Eltern und den Kommunen in Niedersachsen", so Ina Korter.