Immer mehr bestätige sich die Einschätzung, dass es jahrelang rechtsfreie Räume in Niedersachsen gegeben habe. Wichtige rechtliche Grundlagen wurden in der Asse nicht angewendet, nicht kontrolliert und von niemandem beaufsichtigt, so Stefan Wenzel.
Den sofortigen Stopp aller vorbereitenden Arbeiten zur Flutung der Asse hat heute (Freitag) der Fraktionsvorsitzende der Grünen Stefan Wenzel gefordert.
Die Veröffentlichung von Teilen des Statusberichts zur Schachtanlage Asse durch den Staatssekretär im Umweltministerium Stefan Birkner ist auf scharfe Kritik bei den Landtagsgrünen gestoßen.
Die Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel hält es nicht für ausgeschlossen, dass die Verantwortlichen des Asse-Betreibers Helmholtz-Zentrum Laugen mit radioaktiven Grenzwertüberschreitungen unter andere Laugen gemischt haben.
Nach dem Bekanntwerden der Verbringung offenbar radioaktiver Laugen aus dem Atommülllager Asse in ein Bergwerk bei Celle sieht der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel die zuständige niedersächsische Atomaufsicht vor dem Offenbarungseid. „
„Unsere gestrigen Befürchtungen werden noch deutlich übertroffen“, so Stefan Wenzel. In einer Begleitliste werde Abfall als „Brennstäbe in Blechdosen“ bezeichnet. Wie aus einzelnen Listen hervorgehe, sei in den Fässern offenbar auch Müll aus den USA und Großbritannien.
Auf einer Pressekonferenz stellten der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel und die regionale Abgeordnete Gabriele Heinen-Kljajic den aktuellen Stand und grüne Forderungen zum weiteren Vorgehen zum Atommülllager Asse II vor.
„Die Atomaufsicht des Landes hat auf ganzer Linie versagt“, erklärte der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Stefan Wenzel.
Als völlig unbefriedigend bewertete der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel das Ergebnis der heutigen Befragung im Umweltausschuss zu den Vorgängen im Atommülllager Asse.
Die Landtaggrünen fordern die Entnahme von Proben aus den eingelagerten Fässern im Atommülllager Asse, um den Verdacht des illegalen Umgangs mit Kernbrennstoffen zu klären. „Ich bin überzeugt, dass wir bislang erst die Spitze des Eisberges sehen“, so Stefan Wenzel.