„Heute ist ein schlechter Tag für den Tierschutz in Deutschland. Die Geflügelwirtschaft spielt ohne fixes Ausstiegsdatum weiter auf Zeit.“
Niedersachsen muss das sinnlose Töten männlicher Küken endlich stoppen. Dafür bräuchte Ministerin Otte-Kinast nicht einmal auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in dieser Woche zu warten. Sie könnte selbst mittels eines Erlasses aktiv werden.
Niedersachsens Justizministerin beklagt zwar die Lebensmittelverschwendung, verweigert aber wie jetzt auf der Justizministerkonferenz jede konkrete Maßnahme dagegen, insbesondere die dringend notwendige Entkriminalisierung des „Containern“.
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen leistet seit vielen Jahren eine anerkannt gute Arbeit. Umso unverständlicher ist, dass die Landesregierung diese Arbeit schlechter fördert als alle anderen Bundesländer. Mit knapp 1,7 Millionen Euro flossen 2018 vom Land nur 20 Cent pro Einwohner*in an institutioneller Förderung an die VZN. Damit ist Niedersachsen bundesweit Schlusslicht.
Es ist skandalös, dass sich Niedersachsen dem Exportstopp lebender Rinder in bestimmte unsichere Staaten nicht anschließen will. Niedersachsen wird damit zum Schlupfloch und hauptverantwortlich für tierquälerische Lebendtiertransporte.
Die geplante zentrale Hauswirtschaftsschule geht voll zu Lasten erfolgreicher Projekte der niedersächsischen Verbraucherzentrale. Otte-Kinasts ‚Landeskochstudio‘ ist ein reines Prestigeprojekt, wie schon die monatelange Abstimmungsschwierigkeiten innerhalb der Regierung gezeigt haben.
Ministerin Otte-Kinast muss sich endlich dem Vorgehen der meisten anderen Bundesländer anschließen. Es kann nicht sein, dass Niedersachsen sich nicht mal zu einem zeitlich begrenzten Verbot von Tiertransporten in Nicht-EU-Länder durchringen kann, solange dort Tierschutzstandards nicht eingehalten werden.
Die Lebensmittelverschwendung in unserer Gesellschaft ist ein bekanntes und drängendes Problem. Lebensmittel gehören nicht auf den Müll! Mit Appellen an Verbraucherinnen und Verbraucher und freundlichen Bitten an Handel und Industrie ist es jedoch nicht getan.
Die GroKos in Berlin und Hannover gefährden mit ihrer Arbeitsverweigerung unsere natürliche Ressource Wasser. Nach der erneuten EU-Klagedrohung erweisen sich die Ministerinnen Klöckner und Otte-Kinast als unwillig und unfähig, endlich gegen die seit langem bekannten unverantwortlich hohen Nitratbelastungen im Grundwasser vorzugehen.
Die niedersächsische Agrarministerin Otte-Kinast hat die erneute Klagedrohung aus Brüssel provoziert. Die Zahlen ihres jüngsten Nährstoffberichtes waren wieder alarmierend. Otte-Kinast verweigert die Arbeit, wenn sie es weiterhin ablehnt, endlich Rote Gebiete auszuweisen.