„Trotz des umstrittenen Untersuchungsdesigns bestätigen die Fachleute, dass das Vorgehen der Landesregierung richtig ist, mit einer Prämie diejenigen Landwirte zu belohnen, die bereits vor einem Verbot auf das Amputieren der Schweineschwänze verzichten.“
„Inhaltlich ist das CDU-Papier kein großer Wurf, denn es enthält nichts, was nicht längst aus der Mitte der Gesellschaft heraus als Anforderungen an die Landwirtschaft viel detaillierter formuliert worden ist. Für die bisher in den agrarindustriellen Strukturen verhaftete CDU in Niedersachsen ist dieses Papier gleichwohl ein Fortschritt“, so Hans-Joachim Janßen.
„Die für viele Tierhalter zweifellos nicht unproblematische Einstallung ihres Hausgeflügels nur dort anzuordnen, wo auch ein Einschleppungsrisiko besteht, ist umsichtig und zeugt vom nötigen Augenmaß. Es muss verhindert werden, dass sich das Virus weiter verbreitet und erheblichen Schaden gerade in Niedersachsen anrichtet, wo die Hühner- und Putenbestände besonders hoch sind.“
„Landvolk-Präsident Werner Hilse führt die niedersächsische Landwirtschaft schnurstracks in die gesellschaftliche Isolation, wenn er standhaft alle Probleme leugnet, die es etwa beim Tierschutz oder im Zusammenhang mit der Düngung nun mal gibt."
"CDU und FDP haben mit ihrer Kritik an Landwirtschaftsminister Meyer jegliches Maß verloren. Obwohl die Opposition selbst sehr genau weiß, dass die Ausweisung von Vorranggebieten für den Moorschutz keine Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Nutzung hat, verbreitet sie das Gegenteil."
„Die weit überwiegende Mehrheit der Bäuerinnen und Bauern hat längst erkannt, dass die Wirtschaftsweise von ein paar industriellen Tierhaltern inzwischen den Ruf eines ganzen Berufsstandes zu ruinieren droht. Wenn Landvolkpräsident Werner Hilse die Probleme, etwa mit dem Grundwasser oder beim Tierschutz, einfach nicht zur Kenntnis nehmen will und stattdessen Landwirtschaftsminister Meyer zum Sündenbock macht, nimmt er einen ganzen Berufsstand für die Auswüchse bei einigen wenigen in Sippenhaft.“
„Die Einführung einer tierschutzrechtlichen Verbandsklage ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung des Tierschutzes und zur Anerkennung der wichtigen Arbeit der Tierschutzverbände.“
„Die grausame Tötung von vermutlich hunderttausenden neugeborenen Ferkeln zeigt erneut die Auswirkungen einer rücksichtslosen Gewinnmaximierung der industriellen Landwirtschaft, in der Tiere nur noch billige Massenware sind. Das darf so nicht weiter gehen. Es ist pervers, Schweine so zu züchten, dass sie systematisch mehr Ferkel gebären, als die Mutter säugen kann. Damit wird von vornherein einkalkuliert, dass kleinere, aber voll lebensfähige Tiere wie Abfall entsorgt werden.“
„Die Jagd auf Bläss- und Saatgänse wird ganz eingestellt und in Gänse-Schutzgebieten werden die Jagdzeiten auf andere Gänsearten deutlich verkürzt. Das ist aus Sicht des Naturschutzes kein voller Erfolg, aber ein klarer Fortschritt gegenüber den bisherigen Regelungen und belässt den Jägern hinreichende Jagdmöglichkeiten.“