„Die Kalkulation des Landesrechnungshofes, nach der die von der Landesregierung zur flächendeckenden Einführung geplante Oberschule bis zum Jahr 2017 Mehrkosten von 180 Millionen Euro ergeben könnte, muss alle Warnlampen zum Glühen bringen", so Ina Korter.
„Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und FDP versuchen mit Jubelmeldungen über ein angeblich großes Interesse an der Oberschule die Widersprüche innerhalb ihrer eigenen Fraktionen zu verkleistern. Man nennt das auch das ”šPfeifen im Walde’", so Ina Korter.
Zu den heutigen (Mittwoch) Beratungen im Rechtsausschuss des Nieder-sächsischen Landtages über das neue Schulgesetz und die Einführung der Oberschule erklärte der rechtspolitische Sprecher Helge Limburg:
Als Einknicken vor der konservativen Gymnasiallobby hat die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter die aktuellen Veränderungsvorschläge der Regierungsfraktionen zu den geplanten Oberschulen bezeichnet.
„Die Landesregierung handelt unverantwortlich und unseriös, wenn sie Schulträgern empfiehlt, eine Schulform zu beantragen, deren endgültige Ausgestaltung noch unklar ist“, sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter.
„Die politische Willkür, mit der CDU und FDP die Oberschule der Gesamtschule vorziehen wollen, könnte sich als verfassungswidrig erweisen“, so die schulpolitische Sprecherin Ina Korter. Der Hinweis des GBD, dass das geplante Schulgesetz mit dem Grundgesetzes kollidieren könnte, sei schwerwiegend.
„Gute Ganztagsschulen brauchen eine solide personelle und finanzielle Grundlage. Des-halb hat die Grünen-Fraktion für den Landeshaushalt 2011 zusätzliche 31 Millionen Euro für eine bessere Personalausstattung der Ganztagsschulen gefordert“, so Ina Korter.
Bevor die gravierenden Probleme des Turboabiturs in Niedersachen nicht annähernd gelöst sind, solle sich Kultusminister Althusmann nicht ins nächste schulpolitische Abenteuer stürzen „Unsere Kinder sind keine Versuchskaninchen und die Belastbarkeit der Lehrkräfte ist nicht unendlich", so Ina Korter.
„Der Wunsch vieler Eltern nach einer Gesamtschule muss endlich genauso ernst genommen werden wie der Wunsch der Eltern nach Gymnasien. Es darf keinen Elternwunsch erster und zweiter Klasse geben“, sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter.
„Eine Schulreform kann nicht gelingen, wenn die Wünsche der Eltern und Schüler und der Sachverstand der Lehrkräfte und der Schulträger missachtet werden“, so Ina Korter.