Auf scharfe Kritik der Landtagsgrünen trifft die fehlende Antwort des niedersächsischen Kultusministers auf die Frage, bis zu welchem Zeitpunkt er endlich einen Gesetzentwurf und einen Aktionsplan zur Verwirklichung des Rechtsanspruchs auf Inklusion – die Bildung ohne Ausgrenzung - vorlegen will.
Die schulpolitische Sprecherin Ina Korter hat den Niedersächsischen Kultusminister Althusmann in einem Offenen Brief aufgefordert, den Berufsbildenden Schulen endlich die Unterstützung zukommen zu lassen, die diese dringend für die Weiterentwicklung zu Regionalen Kompetenzzentren brauchen.
„Es ist ein Skandal, dass die Landesregierung die Verantwortung für die rechtswidrigen Arbeitsverträge jetzt auf die Schulleitungen und die Landesschulbehörde abwälzen will", so Ina Korter.
Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, den massiven Wunsch von Eltern und Schülern nach einer Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren „nicht länger zu ignorieren“. „Die Probleme mit dem beschleunigten Weg zum Abitur sind bis heute nicht gelöst“, so Ina Korter.
Die vorgesehene stärkere Verknüpfung zwischen Schule und Hochschule sei zu begrüßen, dürfe aber nicht nur für Lehrkräfte an Grund-, Haupt- und Realschulen gelten, sondern auch für die Gymnasien, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gabriele Heinen-Kljajic.
Mit einer Kleinen Anfrage wollen die Landtagsgrünen von der Landesregierung wissen, ob es im Zusammenhang mit der Aussetzung der Wehrpflicht zu einer verstärkten Präsenz von Jugendoffizieren in den Schulen kommen wird.
„Die Landesregierung erhält damit die Quittung dafür, dass sie versucht, den Landkreisen Schulformen aufzuzwingen, die vor Ort nicht gewollt sind“, so Ina Korter. Die Nachfrage nach der Oberschule bleibt deutlich hinter den Erwartungen der Landesregierung.
Der Minister will offenbar mit der Genehmigung und der Minimalausstattung neuer Ganztagsschulen weiter nach der Devise „Augen zu und durch“ vorgehen, dabei ist noch nicht einmal gesichert, wie die bestehenden Ganztagsschulen 'light' nach den Sommerferien weiterarbeiten können, so Ina Korter.
Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter kritisiert die von Kultusminister Althusmann überstürzt angeordnete außerplanmäßige Einstellung von Referendaren. Am 23.3. seien die Seminare per Ministererlass angewiesen worden, 500 Referendarstellen vorgezogen zum 1. Mai zu besetzen.
Die Landtagsgrünen haben die unzureichende Unterstützung durch die Landesregierung bei der Umwandlung der Berufsbildenden Schulen zu eigenverantwortlichen Regionalen Kompetenzzentren kritisiert.