Mit einer parlamentarischen Anfrage und dem Verweis auf das Umweltinformationsrecht hat der agrarpolitische Sprecher der Landtagsgrünen Christian Meyer durchgesetzt, dass die Landesregierung Daten über die vom Genmais-Skandal im Frühsommer betroffenen Felder öffentlich macht.
„Die Ministerin hatte vier mal die Chance im Parlament oder in den Ausschüssen zu ihrem Wissen über die Faxe, die eidesstattlichen Erklärungen und die Kommunikation in Richtung des Unternehmens ihres Mannes Stellung zu nehmen", sagte der agrarpolitische Sprecher Christian Meyer.
Die Ablehnung der Regierungsfraktionen, im Agrarausschuss eine Anhörung mit Zeugen durchzuführen, stärke den Verdacht, dass die Ministerin weitaus mehr in die besagten Vorgänge verwickelt sei, als sie glauben machen möchte, sagte der landwirtschaftspolitische Sprecher Christian Meyer.
Nach der Befragung vonLandwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen zu den Vorwürfen bezüglich der tierquälerischen Puten-Haltung sehen die Landtagsgrünen die CDU-Politikerin weiterhin in Widersprüche verstrickt.
„Die Behauptungen von Frau Grotelüschen, sie hätte mit der in den Filmaufnahmen gezeigten Qualhaltung von Puten nichts zu tun, fallen nach und nach wie ein Kartenhaus zusammen “, so Christian Meyer.
Nach dem Bericht der ARD-Sendung „Report Mainz“ über Verbindungen der Familie der niedersächsischen Agrarministerin Astrid Grotelüschen zur tierquälerischen Massentierhaltung von Puten kritisieren die Landtagsgrünen die „erstaunliche und wenig glaubwürdige Ahnungslosigkeit“ der Ministerin.
Der agrarpolitische Sprecher der Landtagsgrünen Christian Meyer hat die Aufnahme strafrechtlicher Vorermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Gentechnikgesetz gegen Astrid Grotelüschen und Hans-Heinrich Sander durch die Staatsanwaltschaft Hannover begrüßt.
Seit 2001 wird in Niedersachsen ein Saatgutmonitoring nach gentechnischen
Verunreinigungen durchgeführt. Nach einer Selbstverpflichtung der Bundesländer sollen alle
Probenergebnisse bis 31.3. des jeweiligen Jahres vorliegen um Aussaaten illegaler Genpflanzen zu verhindern (Handlungsleitfaden der Länderarbeitsgemeinschaft Gentechnik).
Das internationale Netzwerk „Aktion GEN-Klage“, das Umweltinstitut München e.V, sowie die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen haben Strafanzeige gegen Verantwortliche der Niedersächsischen Landesregierung wegen illegaler Freisetzungen gentechnisch veränderter Pflanzen erstattet
Der agrarpolitischer Sprecher der Landtagsgrünen Christian Meyer hat die vom Land Niedersachsen bewilligte Förderung des umstrittenen Megaschlachthofs Wietze im Landkreis Celle als "Verschwendung von Steuergeldern zu Gunsten der Massentierhaltung" kritisiert.