Nach neueren Meldungen über einen doch gravierenderen Störfall im AKW Krümmel als im Sommer diesen Jahres berichtet, haben die Landtagsgrünen eine unverzügliche Unterrichtung im Umweltausschuss gefordert.
„Skandalös ist, dass die letzte Entscheidung über die unterirdische Stromtrassenführung dem E.on-Konzern überlassen wird.Trotzdem werden den Anwohnern Hoffnungen gemacht. Wo und wie die Landesregierung die Erdverkabelung durchsetzen will, sagt sie aber nicht“, kritisierte Stefan Wenzel.
Im Zusammenhang mit dem ungeklärten Leukämiecluster in der Elbmarsch haben der atompolitische Sprecher der Landtagsgrünen Andreas Meihsies und der Physiker Wolfgang Neumann von der Gruppe Ökologie Einblick in das Archiv der GKSS genommen.
Der energiepolitische Sprecher der Fraktion Hanso Janßen warf Ministerpräsident Wulff einen Rückfall in die energiepolitische Steinzeit vor. Niedersachsen würde so seine Klimaschutzziele völlig verfehlen.
„Minister Sanders Aussage, das Atomkraftwerk Esenshamm sei so sicher wie ein neues Kraftwerk ist der blanke Hohn. Allein die Tatsache, dass der Ausfall von Kühlsystemen monatelang nicht entdeckt wurde, zeigt doch wie mangelhaft die Sicherheitskultur dort entwickelt ist“, kritisiert Ina Korter.
Wenn Unterweser, Krümmel und Brunsbüttel dauerhaft vom Netz gingen, könne die Sicherheit vor einem Reaktorunfall in Niedersachsen deutlich verbessert werden.
Die Landtagsgrünen erneuerten heute (Donnerstag) ihre Forderung nach einer Stilllegung des Atomkraftwerks Krümmel.„Der Einbau eines gebrauchten Transformators macht das AKW nicht sicherer“, sagte die stellv. Fraktionsvorsitzende Ursula Helmhold in Hannover.
Mit einer Anfrage an die Landesregierung fordert der atompolitische Sprecher der Landtagsgrünen Andreas Meihsies detailliert Aufklärung über die Sicherheitskultur im AKW Unterweser.
Am Donnerstag und Freitag, den 2. und 3. August 2007, wird Andreas Meihsies, der atompolitische Sprecher der niedersächsischen Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, mit Unterstützung grüner Lokalpolitiker in der Elbmarsch eine Postkartenaktion starten.
„Ich freue mich über die offene Mitarbeit der GKSS und hoffe, dass dies ein wichtiger Schritt ist, die Theorien um einen Zwischenfall bei der GKSS in den 80er Jahren als eine mögliche Ursache des Leukämieclusters zu überprüfen“, so Andreas Meihsies.