Die Landtagsgrünen erneuerten heute (Donnerstag) ihre Forderung nach einer Stilllegung des Atomkraftwerks Krümmel.„Der Einbau eines gebrauchten Transformators macht das AKW nicht sicherer“, sagte die stellv. Fraktionsvorsitzende Ursula Helmhold in Hannover.
Mit einer Anfrage an die Landesregierung fordert der atompolitische Sprecher der Landtagsgrünen Andreas Meihsies detailliert Aufklärung über die Sicherheitskultur im AKW Unterweser.
Am Donnerstag und Freitag, den 2. und 3. August 2007, wird Andreas Meihsies, der atompolitische Sprecher der niedersächsischen Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, mit Unterstützung grüner Lokalpolitiker in der Elbmarsch eine Postkartenaktion starten.
„Ich freue mich über die offene Mitarbeit der GKSS und hoffe, dass dies ein wichtiger Schritt ist, die Theorien um einen Zwischenfall bei der GKSS in den 80er Jahren als eine mögliche Ursache des Leukämieclusters zu überprüfen“, so Andreas Meihsies.
„Es erscheint unfassbar, dass fast ein Jahr lang weder den Betreibern, noch der Aufsichtsbehörde, noch den Gutachtern ein Fehler im Notkühlsystem des Atommeilers aufgefallen ist,“ so Stefan Wenzel.
Das jüngste Vorkommnis bei der Revision 2007 weist nach Ansicht der Landtagsgrünen auf eine mangelhafte Sicherheitskultur im AKW Unterweser hin. Ein Jahr lang sei eine falsche Einstellung im Notkühlsystem nicht entdeckt worden, bemängelte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter.
Die Landtagsgrünen haben das Umweltministerium und den Energiekonzern E.ON aufgefordert, umgehend über die Ergebnisse der Sicherheitsüberprüfung des AKW Esenshamm zu informieren. Die Öffentlichkeit habe ein Recht auf Information, sagte der atompolitische Sprecher Andreas Meihsies.
"Es ist ein Skandal, dass erst gestern, am fünften Tag nach dem Brand eines Transformators im AKW Krümmel, bekannt wurde, dass auch der Reaktor selbst vom Unfall betroffen war", kritisiert Stefan Wenzel.
Zweieinhalb Monate nach der Expertenanhörung des Landtages zu den Leukämiefällen in der Elbmarsch drängen die Landtagsgrünen darauf, dass mit dem Verfahren für den von allen Fraktionen geforderten Neuanlauf zur Aufklärung begonnen wird.
„Schünemann fehlt offensichtlich der Mut zu weitergehenden Schritten. Die von ihm geforderten Gehalts- und Investitionsgrenzen sind noch zu hoch“, sagte die migrationspolitische Sprecherin Georgia Langhans,