Die Landtagsgrünen haben die Vorschläge von Kultusminister Busemann zur Eigenverantwortlichen Schule als „enttäuschend und unzureichend“ bezeichnet.
. „Statt die Lehrerausbildung endlich zu modernisieren, bildet die Landesregierung für überholte Strukturen aus“, kritisierte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter die Absicht Busemanns wieder ein eigenständiges Lehramt für Realschulen einzuführen.
Als „noch unzureichend“ hat die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Ina Korter die Bewilligung von zusätzlichen Lehrerstunden durch Kultusminister Busemann bezeichnet.
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter kritisierte am Dienstag in Hannover, dass in den vergangenen zehn Jahren in Niedersachsen der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die auf eine Förderschule überwiesen würden, sogar wieder gestiegen sei.
Angesichts der äußerst unterschiedlichen Zusammensetzung der Schülerschaft und der Unterrichts- und Fachlehrerversorgung hätten die gymnasialen Oberstufen mit sehr verschiedenen Rahmenbedingungen zu arbeiten, so Ina Korter.
"Die integrative Beschulung ist ausdrückliches Ziel des Niedersächsischen Schulgesetzes und wird von den meisten Experten gefordert. Es ist unerträglich, wie sich CDU und FDP darüber hinwegsetzen und mit der Arroganz ihrer Mehrheit entsprechende Initiativen abbügeln", so Ina Korter.
„Der Kultusminister ist mit seinem Versprechen einer gesicherten Unterrichtsversorgung endgültig gescheitert“, so Ina Korter.
Die Integration von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die allgemeinen Schulen soll nach dem Willen der Grünen-Landtagsfraktion erheblich ausgeweitet werden.
In einer parlamentarischen Anfrage will Ina Korter von Kultusminister Busemann wissen, wie viele Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen aus wirtschaftlichen Gründen nicht an der Gemeinschaftsverpflegung in Ganztagsschulen teilnehmen können.
„Das hier ausgerechnet auch der Bieter wieder zugelassen wurde, der mit einer Klage gegen die Landesregierung drohte, zeigt, dass die Sozialministerin selbst Zweifel an dem durchgeführten Verfahren hat“, so Ursula Helmhold