Nach dem Beschluss der schwarz-roten Regierungskoalition in Schleswig-Holstein, künftig Gemeinschaftsschulen bis Klasse 10 einzuführen, könne sich Kultusminister Busemann nicht länger der Debatte über ein längeres gemeinsames Lernen verweigern, sagte Ina Korter am Dienstag in Hannover.
"Der freie Elternwille muss überall ernst genommen werden und nicht nur dort, wo es dem Kultusminister ideologisch passt", so Ina Korter.
Als „große Enttäuschung“ haben die Landtagsgrünen den heute (Freitag) im Kultusausschuss vorgestellten Haushaltsentwurf für das Jahr 2007 bezeichnet.
„Busemann redet von individueller Förderung und von Eigenverantwortlichkeit der Schulen, aber er gibt kein Geld dafür“, so Ina Korter.
„Vorbild sind für uns die skandinavischen Schulen. Dort gibt es eine viel größere Selbstständigkeit und bekanntlich auch deutlich bessere Ergebnisse“, so Ina Korter.
Von einer Unterrichtsgarantie, die Busemann einst gesetzlich festschreiben wollte, sei nach 3 Jahren CDU/FDP-Regierung inzwischen keine Rede mehr, so Ina Korter.
Die Ergebnisse des vom Institut der deutschen Wirtschaft vorgelegten Bildungsmonitors 2006 belegen nach Auffassung der Landtagsgrünen, dass in Niedersachsen besonders bei den allgemein bildenden Schulen „erheblicher Nachholbedarf“ besteht.
Als sehr unbefriedigend hat die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion Ina Korter die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage zur Integration in der Schule bezeichnet.
Die immer geringer werdenden Chancen der HauptschülerInnen auf dem Lehrstellenmarkt und die Zukunft dieser Schulform wollen die Landtagsgrünen mit einer Dringlichen Anfrage zum Thema der nächsten Plenarsitzung machen.