In ihrem gemeinsamen Schreiben an die Bundeskanzlerin und den Bundestagspräsidenten formulieren Stefan Schostok (SPD) und Stefan Wenzel (GRÜNE) ihre Vorschläge für einen breiten gesellschaftlichen Konsens zugunsten einer Energiewende und den Ausstieg aus der Atomkraft.
„Die offenbar deutlich erhöhte Radioakaktivität in der Laugenquelle der Asse ist äußerst beunruhigend.
Ab heute (Dienstag) ist die Druckversion des grünen Energieszenarios "Enkeltaugliche Energieversorgung für Niedersachsen" bei den Landtagsgrünen erhältlich.
Der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel hat den in einem heutigen Presseinterview dokumentierten Zick-Zack-Kurs des nds. Umweltministers in Bezug auf die Sinnfälligkeit einer Sicherheitsüberprüfung der Atomkraftwerke im Rahmen des beschlossenen Drei-Monats-Moratoriums scharf kritisiert.
Vollständige Aufklärung fordert Stefan Wenzel nachdem das Verschwinden von 2285 hochradioaktiven Brennelementekugeln aus dem Versuchsreaktor in Jülich bekannt wurde.
Die Landtagsgrünen haben Ministerpräsident McAllister aufgefordert, sich auf Bundesebene beim Strom-Trassenausbau für die weitgehende Erdverkabelung einzusetzen. „Das schafft eine hohe Akzeptanz, beschleunigt den Netzausbau und verringert die volkswirtschaftlichen Kosten“, so Christian Meyer.
"Die Landesregierung muss den Sofortvollzug für die Stilllegung des AKW Unterweser anordnen und sich dafür einsetzen, dass durch die unverzügliche Änderung des Atomgesetzes eine solide und seriöse rechtliche Basis für den Ausstieg geschaffen wird", so Stefan Wenzel.
Die Landtagsgrünen haben als Erste in Niedersachsen ein Konzept für den Umbau der Energieversorgung des Landes auf 100 Prozent Erneuerbare Energien vorgelegt. Die Studie erläutert auf rund 60 Seiten detailliert den Weg zu einer verantwortungsvollen Energieversorgung.
Es müsse vollständig offengelegt werden, welche Maßnahmen von Seiten der Kraftwerksbetreiber in Lingen und Grohnde beantragt und welche bereits umgesetzt worden seien und welche schriftlichen oder mündlichen Zusagen Umweltminister Sander RWE und EON möglicherweise gegeben habe, so Stefan Wenzel.
Als „Handlanger der Atomkonzerne“ haben die Landtagsgrünen Umweltminister Sander bezeichnet, der eine von RWE beantragte Leistungserhöhung für das AKW Lingen gebilligt hat. Nach Presseberichten will der Betreiber mit dem sogenannten Tuning der Reaktoren die Produktion der Anlage steigern.