Die Ansage von Umweltminister Sander, dass die Erkundungsarbeiten in Gorleben weiter nach Bergrecht erfolgen sollen, stößt bei den Grünen auf strikte Ablehnung.
„Wenn Minister Sander in Gorleben weiter erkunden will, knüpft er unmittelbar an die manipulierten Gutachten der Kohlregierung von 1983 an“, erklärte der Fraktionsvorsit-zende von Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag, Stefan Wenzel.
Scharfe Kritik an der Haltung von Ministerpräsident Wulff zur Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken äußerte der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag, Stefan Wenzel.
Die Landtagsabgeordnete aus der Region Lüchow-Dannenberg Miriam Staudte beteiligte sich heute an den Protesten vor dem Erkundungsbergwerk in Gorleben.
„Ich hätte nie für möglich gehalten, dass in Deutschland 18,4 kg Plutonium einfach mal so verschwinden können", so Stefan Wenzel. Die Landesbehörden, die EURATOM-Kontrollbehörde und der TÜV hätten sich „täuschen lassen oder bewusst weggesehen".
Mit einem spöttischen Trauerzug haben die 12 Abgeordneten der Landtagsgrünen symbolisch das Projekt des Atommüllendlagers in Gorleben beerdigt. Vor dem Umweltministerium platzierten sie auf einer schwarz-gelben Tonne die selbstgebastelte Kranzschleife mit dem Aufdruck „Hier ruht die Atomlüge“.
Wenn, wie behauptet, seinerzeit im Kabinett des CDU-Ministerpräsidenten Albrecht alles mit rechten Dingen zugegangen wäre, würden die Akten längst im Bundesarchiv in Koblenz liegen, so Stefan Wenzel.
„Fakt bleibt, dass die Akten unvollständig sind. Protokolle und Anlagen fehlen. In den vorliegenden Protokollen fehlen viele Seiten. Die Dokumente, in denen Entscheidendes steht beziehungsweise stehen könnte, liegen weiterhin nicht vor", so Stefan Wenzel.
Die Landtagsgrünen haben einen „neuen Schub“ für den Ausbau der Windenergie in Niedersachsen gefordert. Durch neue leistungsstärkere Windenergieanlagen soll die im Binnenland installierte Leistung verdreifacht werden, sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel.
„Die alarmierenden Nachrichten reißen nicht ab. Wir fordern eine sofortige Unterrichtung über alle entsprechenden Vorkommnisse durch Umweltminister Sander“, so Stefan Wenzel.