„Wir machen uns große Sorgen. Hohe Konzentrationen von Quecksilber sind gesundheitsschädlich und umweltgefährdend. Wir brauchen jetzt in einem ersten Schritt schnellstmögliche Aufklärung über Ausmaß und Verbreitung der Belastungen in der Region“, so Volker Bajus.
„Die Betreiber dürfen jetzt keinesfalls an notwendigen Investitionen sparen, um Kosten zu drücken. Nach wie vor tragen die Konzerne die volle Verantwortung für die Sicherheit – auch wenn sie am liebsten diese Verantwortung an den Bund abschieben wollen“, so Miriam Staudte.
„Mit der KEAN entsteht eine Schnittstelle für die Vermittlung von Knowhow im Klimaschutz und bei der Energieeffizienz. Die Agentur soll Kommunen, Unternehmen und lokale Berater bei ihrem Einsatz für die Energiewende vor Ort unterstützen. So schaffen wir auch regionale Wertschöpfung und sichern die Wirtschaft der Zukunft in der Fläche."
„Um Schiefergas zu fördern, müsste die umweltschädliche Fracking-Technologie flächendeckend eingesetzt werden. Das kommt für uns im dicht besiedelten Niedersachsen nicht infrage. Für den Klimaschutz müssen die unerschlossenen Schiefergasvorkommen im Boden bleiben“, so Volker Bajus.
„Auch wenn sich die Kommission künftig in Arbeitsgruppen spalten sollte, müssen diese ebenso öffentlich tagen, wie die Kommission selbst. Grundsätzlich sollten wir aber gemeinsamen Anhörungen den Vorzug vor 'Arbeitsgruppen im Hinterzimmer' geben“, so Miriam Staudte.
„Aus grüner Sicht ist jetzt der Punkt erreicht, an dem externe Gutachter hinzugezogen werden müssen – und zwar unabhängig davon, ob die Störfälle am Ende als meldepflichtige Ereignisse eingestuft werden.“
„Die Betreiber täuschen die Öffentlichkeit bewusst darüber hinweg, welche Kosten und Unwägbarkeiten beim Rückbau der Meiler und der Atommüll-Entsorgung tatsächlich zusammenkommen. Wenn die Betreiber es schon nicht tun, muss hier der Bund endlich für Kostenklarheit sorgen.“
„Die Atomindustrie kann ihr Märchen vom billigen Atomstrom niemandem mehr verkaufen und will nun die Zeche zulasten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler prellen. Aber wer jahrzehntelang die Profite der Atomkraft eingestrichen hat, kann sich jetzt nicht einfach wegducken. Wir entlassen die Energiekonzerne nicht aus ihrer Verantwortung.“
„Der Bund finanziert mit ENTRIA ein großes Forschungsprojekt, um verschiedene Optionen der Atommüll-Lagerung zu untersuchen und Alternativen aufzuzeigen. Diese Erkenntnisse müssen im Endlagersuchverfahren berücksichtigt werden.“
„Die Zeit für eine Lösung ist überfällig. Der Beschluss von Bundestag und Bundesrat, keine weiteren Castoren-Transporte nach Gorleben durchzuführen, ist eine unverzichtbare vertrauensbildende Maßnahme für Niedersachsen, das bisher die atomaren Altlasten fast im Alleingang tragen muss. Außer unkonkreten Absichtserklärungen tut sich jedoch nichts", so Miriam Staudte.