„Auch wenn sich die Kommission künftig in Arbeitsgruppen spalten sollte, müssen diese ebenso öffentlich tagen, wie die Kommission selbst. Grundsätzlich sollten wir aber gemeinsamen Anhörungen den Vorzug vor 'Arbeitsgruppen im Hinterzimmer' geben“, so Miriam Staudte.
„Aus grüner Sicht ist jetzt der Punkt erreicht, an dem externe Gutachter hinzugezogen werden müssen – und zwar unabhängig davon, ob die Störfälle am Ende als meldepflichtige Ereignisse eingestuft werden.“
„Die Betreiber täuschen die Öffentlichkeit bewusst darüber hinweg, welche Kosten und Unwägbarkeiten beim Rückbau der Meiler und der Atommüll-Entsorgung tatsächlich zusammenkommen. Wenn die Betreiber es schon nicht tun, muss hier der Bund endlich für Kostenklarheit sorgen.“
„Die Atomindustrie kann ihr Märchen vom billigen Atomstrom niemandem mehr verkaufen und will nun die Zeche zulasten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler prellen. Aber wer jahrzehntelang die Profite der Atomkraft eingestrichen hat, kann sich jetzt nicht einfach wegducken. Wir entlassen die Energiekonzerne nicht aus ihrer Verantwortung.“
„Der Bund finanziert mit ENTRIA ein großes Forschungsprojekt, um verschiedene Optionen der Atommüll-Lagerung zu untersuchen und Alternativen aufzuzeigen. Diese Erkenntnisse müssen im Endlagersuchverfahren berücksichtigt werden.“
„Die Zeit für eine Lösung ist überfällig. Der Beschluss von Bundestag und Bundesrat, keine weiteren Castoren-Transporte nach Gorleben durchzuführen, ist eine unverzichtbare vertrauensbildende Maßnahme für Niedersachsen, das bisher die atomaren Altlasten fast im Alleingang tragen muss. Außer unkonkreten Absichtserklärungen tut sich jedoch nichts", so Miriam Staudte.
„Es ist ein gutes und notwendiges Signal, dass Barbara Hendricks die Klage gegen die Aufhebung des Rahmenbetriebsplans endlich abräumt. Der Bund hätte mit seiner Klage gegen Niedersachsen auch wenig Erfolgsaussichten gehabt.“
„Wirtschaftsminister Gabriel plant massive Einschnitte bei der Förderung der Onshore-Windkraft. Hier wird ausgerechnet die günstigste Ökostrom-Energie gerupft. Das ist unverantwortlich und bedroht allein in Niedersachsen über 25.000 Arbeitsplätze.“
„Als Grüne und SPD in Niedersachsen haben wir ein echtes Interesse an einer ergebnisoffenen Endlagersuche. Eine glaubwürdige Besetzung der Endlager-Kommission hat für uns oberste Priorität", so Anja Piel.
"Campact macht sichtbar, wie groß die Unterstützung für die Energiewende nach wie vor ist. Die Bürgerinnen und Bürger wollen nicht, dass der Ausbau der Erneuerbaren ausgebremst wird. Die Bundesregierung muss ihr Reformkonzept dringend nachbessern."